Samstag, 1. November 2014

Er rafft es nicht


Jetzt sage ich dann doch mal was Längeres zu Gamergate, obwohl ich eigentlich mir geschworen habe die Schnauze zu halten. Hauptsächlich weil ich vermeiden will in diesen Strudel aus Gruppendenken gezogen zu werden, der in aller Regel folgt, wenn man was dazu sagt. Die Reaktionen von "Gamergatern" auf Kritik erinnert mich irgendwie an Debatten die ich mit Kreationisten und Atheisten hatte. Selten ging es in diesen Gesprächen darum, wirklich sich über ein Thema zu unterhalten, sondern darum die andere Person mit Tonnen von obskurem Wissen zu überhäufen. Als Mensch der versucht moderat zu argumentieren, hast du in den Situation quasi verloren. Zum einen willst du nicht wirklich Menschen und Meinungen ausschließen (was ich einfach nicht kann) auf der anderen Seite willst du diesen Menschen auch nicht das Gefühl geben als würdest du deren Meinung gutheißen oder gar bestätigen.
Ich habe Ende August sehr viele Leute von meinen Twitterlisten entfernt, weil ich einfach mit der Menge an Negativität nicht klar kam, allerdings habe ich gemerkt, dass man Gamergate nicht entkommen kann und ich glaube auch nicht, dass es in absehbarer Zeit verschwinden wird. Ich habe versucht einen offenen Verstand zu besitzen, auch wenn ich einen Großteil der Menschen die mit Gamergate sympathisieren sehr unsympathisch finde. Zu großen Teilen hatte dies auch mit TotalBiscuit zu tun, der sich vor einigen Wochen offen zu Gamergate bekannte und dessen Arbeit ich an sich immer sehr geschätzt habe (auch wenn ich nicht mit all seinen Positionen übereinstimme). Ich habe mir gedacht, wenn er sich für dieses Ding einsetzt, dann ist entweder
a) was an dem Zeug dran, oder
b) er vielleicht in der Lage das Ganze in etwas ruhigere Bahnen zu lenken.
 
Was ich in seinen letzten Auftritten nur immer und immer wieder realisiert habe ist, dass er es nicht rafft. Nicht nur das. Er verwendet in seinen Argumenten doppelte Standards.
Auf der einen Seite verurteilt er öffentlich die Behandlung die David Pakman erhielt, aber nirgends findet sich eine ähnliche öffentliche Verurteilung der Behandlungen die zahlreiche Entwickler und Journalisten widerfahren ist. Er lehnt Interviewanfragen von TV Sendern ab, bei denen er fürchtet falsch widergegeben zu werden und verurteilt gleichzeitig, wenn andere das gleiche Recht für sich in Anspruch nehmen.
Er macht ein Video in dem er über eineinhalb Stunden Steven Totilo mit Fragen zuwirft zu denen dieser oft schlicht und ergreifend nichts sagen kann, weil er nicht an dem Problem beteiligt war. Nicht nur das, er realisiert nicht mal wie furchtbar banal die meisten Probleme eigentlich sind, die Gamergate aufwirft.
Er kritisiert es, wenn Polygon Bayonetta 2 niedrig bewertet, weil die Autorin ein Problem mit der Darstellung der Protagonistin hat, da es ja eventuell die Metakritikwertung und eventuelle Boni beschädigen könnt, ignoriert aber vollkommen, dass es nicht der Job von Kritikern ist, sich Sorgen um die Finanzen von Entwicklerstudios zu machen. Wenn dies der Fall wäre, so dürfte kein Kritiker jemals ein Spiel in die Pfanne hauen, da er/sie befürchten müsste dadurch ja Studio finanziell zu schaden.
Er kritisiert offen, dass sich GG mit Personen assoziiert, die Bekannte und Freunde von ihm belästigt haben, unternimmt aber nichts bei Personen die sich ähnlich gegenüber Menschen verhalten mit denen er nichts zu tun hat.
 
Seine Haltung, dass er (oder Gamergate als solches) gegen Belästigung vorgehen würde, sobald deren Forderungen Gehör erhalten (wie er es sowohl in dem Gespräch mit Steven Totilo als auch David Pakman sagt), ist unverhältnismäßig und grundsätzlich bescheuert. Führen wir uns mal vor Augen, was er (quasi Stellvertretend für GG, auch wenn GG ja eigentlich ein führerloser Blob ist) fordert:
Die Deklarierung von persönlichen Beziehungen zwischen Entwicklern und Journalisten
Eine quasi "Entpolitisierung" von Spielewertungen
Ein Stopp der Absprachen zwischen Journalisten die für unterschiedliche Seiten arbeiten (dieser "Gamejournopros" Kram)
 
Auf der Gegenseite haben wir eine größere Gruppe an Menschen, die nicht mehr in der Lage sind, sowas wie ein normales Privatleben zu haben, weil diese Forderungen dort oben nicht umgesetzt wurden. Ganz abgesehen davon, dass in den Augen der Personen die meinen Menschen systematisch zu zerstören sei eine gute Sache, diese Ziele niemals wirklich erreicht werden können.
 
Der einzige Punkt wo ich mit TB übereinstimme ist, dass diese "Gamers are Dead" Artikel unnötig Öl ins Feuer gegossen und Grenze gezogen haben, die genutzt werden konnte um "Gamer" quasi unter einem Banner (nämlich Gamergate) zu vereinen. Aber letzten Endes hilft es niemanden jetzt einen auf "Captian Hindsight" zu machen, denn der Schaden ist längst angerichtet worden.
TB ist unglaublich gut darin ein in sich geschlossenes Argument zu präsentieren. Er ist furchtbar überzeugend. Doch zeigt diese Geschichte, dass es wichtig ist, nicht immer auf die Worte von Menschen zu achten, sondern auch auf das Verhalten und hier bricht er leider vollkommen zusammen.
 
Meine eingangs erwähnten Gedanken, warum sich TB an diesem Kult (und das ist Gamergate) beteiligt, haben sich mittlerweile etwas geändert: Entweder TB beteiligt sich an GG, weil er
a) wirklich an dem Kram glaubt
oder
b) er erkannt hat, dass sich mit Gamergate zu assoziieren ihm enorme Vorteile bringt was seine Zuschauer/Abonnentenzahlen angeht
 
Wenn a) stimmt, so tut es mir furchtbar für ihn Leid. Wenn b) stimmt, dann macht er immerhin seinem Titel als "Cynical Brit" alle Ehre.
 
Letzten Endes muss jeder Mensch für sich selbst entscheiden, für welche Zwecke sie sich entscheiden. Ich persönlich denke, dass ich mich für seriöse und korrekte Berichterstattung über Computerspiele einsetzen kann, ohne mich mit einer Gruppe an Menschen zu assoziieren, die meinen andere Menschen aus der Industrie zu treiben und permanent zu belästigen.
Ich muss sagen, dass ich ziemlich enttäuscht bin, wie sich TB verhält. Nicht weil er sich mit GG assoziiert, sondern weil er inkonsequent in seinem Verhalten ist und seinen Worten nur sehr wenig Taten folgen lässt.
Was mich nur irgendwo amüsiert, ist das TB jetzt das hat was er eigentlich immer verabscheute. Eine Gruppe an blinden, kritiklosen Jüngern die alles toll finden was er sagt und ihn auf ein Podest heben.
 
Wie immer: Wer meint mich jetzt in irgendein Camp zu stecken, kann dies gerne tun. Ich werde weiter meine Videos machen, weil ich arbeitslos bin und im Moment etwas brauche um die Zeit Tod zu schlagen.
 
P.S.: Das heißt nicht, dass ich das Verhalten derjenigen die gegen Gamergate vorgehen immer korrekt und toll finde und ich denke, dass viele Leute diesen Artikel von Jenni Goodchild lesen sollten.
 
P.P.S.: Um Missverständnisse zu vermeiden: Menschen ungefragt mit aufdringlichen Fragen zu bombardieren und nicht aufzuhören, wenn diese darum bitten, sehe ich als Belästigung an, auch wenn die belästigenden Personen sich höflich verhalten.
 
P.P.P.S.: Ich habe viele meiner Punkte nur angerissen, weil ich keinen Nerv habe sie jetzt gerade weiter zu erläutern. Das meiste kann ohnehin bereits irgendwo anders nachgelesen werden und selbst wenn ich meine Punkte erläutern würde: Was ich so an Reaktionen von Gamergate Sympathisanten gesehen habe zeigt mir, dass viele dort eh kein Interesse an Argumenten haben die  nicht ihrer eigenen Meinung widersprechen.
 
P.P.P.P.S.: Ja ich weiß, nicht alle die auf Gamergate rumlaufen machen Morddrohungen.

Dienstag, 23. September 2014

YouTube Promo-Sumpf: Was ich im Moment sagen kann

(Eines vorneweg: So lange ich nicht alle Informationen beisammen habe, die ich brauche, werde ich nicht den Namen des betroffenen Entwicklers/Spiels preisgeben, da ich vermeiden will unnötig Drama zu generieren. Es besteht sogar die geringe Wahrscheinlichkeit, dass ich alles für mich behalte.)

Gestern Abend bekam ich eine Email von einem recht bekannten Indie-Entwickler/Publisher in dem diese ein "Revenue-share" model für eines ihrer Spiele vorstellten und mir anboten an diesem teilzunehmen.

Ich könnte Videos/Livestreams zu dem Spiel machen, einen speziellen Link in die Vidoebeschreibung setzen und würde 30% der über diesen Link generierten Einnahmen (ca. 2-3$/Einheit) bekommen.

Ich werde niemals an solchen Modellen teilnehmen, weil ich nicht der Meinung bin, dass ich ein Recht hätte einen Teil der Einnahmen eines Produktes zu erhalten, an dessen Erschaffung ich nicht beteiligt war. Ich bin ein Depp mit einem Mikrofon der Spiele vorstellt. Allenfalls hätte ich ein Recht darauf, Geld für diese Arbeit zu bekommen.
Außerdem denke ich, dass es schädlich für Entwickler ist, denn es erschafft eine Kultur in dem Studios denken, sie müssten solchen Modellen folgen um überhaupt gesehen zu werden.
Zudem kann es das Vertrauen der Zuschauerschaft missbrauchen, wenn die Inhaltsproduzenten nicht klar angeben, dass sie an einem solchen Programm teilnehmen.

Das ist jetzt das erste Mal, dass ich persönlich von der Existenz eines solchen Programms erfahre und ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie ich mich verhalten soll.
Ich möchte ungerne losziehen und sowohl die Entwickler als auch diverse YouTube Persönlichkeiten anschwärzen, weil sie an diesem Projekt teilnehmen.
Auf der anderen Seite stört es mich jedoch massiv, dass ich bislang keinerlei Anzeichen dafür gesehen habe, dass die Entwickler oder die Teilnehmer dieses Projektes Anstalten machen diese Sache ihren Zuschauern mitzuteilen.

Ich weiß nicht genau, wie die rechtliche Situation ist und ob ein solches Teilhabe-Modell mit direkt bezahlter Promotion gleichzusetzen ist. Deshalb weiß ich nicht, ob die betroffenen Kanäle eine Pflicht haben dies mitzuteilen.
Deshalb halte ich mich im Moment noch damit zurück, direkt Namen zu nennen. Im Moment sammel ich Informationen über die rechtliche Situation, darüber welche Kanäle bislang dieses Programm nutzen und ob diese wirklich nirgendswo einen Disclaimer platziert haben. Bislang habe ich mir nur die Videobeschreibungen und nicht die Videos direkt angesehen, also will ich keine voreiligen Schlüsse ziehen.
Wenn ich alles beisammen habe und das betroffene Studio sich bis dahin nicht dazu aufgerafft hat, ein öffentliches Statement abzugeben, werde ich ein Video zu der Sache machen.
Mir geht es vor allem darum euch zu zeigen, wie ihr erkennen könnt, ob ein Kanal an diesem Projekt teilnimmt, auch wenn dieser keine Angaben dazu macht.

Bislang kann ich folgendes sagen:
Ich habe zwei bis Kanäle gefunden (bei einem glaube ich dass dieser den Link falsch geschrieben hat), die dieses Programm nutzen/genutzt haben. Keiner von ihnen hatte einen Disclaimer in der Beschreibung (die Videos selbst schaue ich mir heute abend mal an).

Bislang habe ich keine deutschsprachigen Kanäle gefunden die an diesem Programm teilnehmen.

Der Link der verwendet wird, verweist nicht auf die Steampage des Spiels und auch nicht auf andere bekannte Distributionsplattformen/Bezahlservices (Gog, Humble, Itch.io, Fastspring, BTM Micro). Ehrlich gesagt habe ich von dem verwendeten Service gestern das erste Mal überhaupt gehört.

Ich spiele mit dem Gedanken, Spiele des betroffenen Studios von meinem Kanal zu verbannen.

Bislang habe ich kein Spiel des betroffenen Studios gezeigt. Ehrlich gesagt bin ich überrascht, dass sie mich kontaktiert haben. Ich habe im Laufe des Jahres mehrmals versucht Review-Kopien zu diversen Spielen von ihnen zu bekommen und nie eine Antwort erhalten.

Ich finde es äußerst traurig, dass dieses System existiert und dass Entwickler der Meinung sind, sie müssten diesen Weg gehen. Vor allem, wenn man bedenkt, dass das Spiel um das es geht sehr gut ist und bereits unfassbar viel Aufmerksamkeit bekommen hat.
Diese Systeme existieren anscheinend schon länger auf YouTube. Yogsdiscovery war das erste welches öffentlich bekannt wurde und dies scheint das zweite zu sein.

Ich denke wir können an dieser Stelle eines feststellen: 
Die oft proklamierte "Ehrlichkeit" von YouTube-Coverage im Vergleich zu herkömmlicher Berichterstattung ist eine Illusion, so sie denn überhaupt irgendwann existiert hat. Meinen Zuschauern möchte ich raten vorsichtig zu sein, welchen Kanälen sie trauen und am besten herauszufinden, wie diese zu Promo-Content im Allgemeinen stehen. Ich habe mir vor einigen Monaten einen Verhaltenskodex gegeben um euch zu zeigen, wie ich diese Art von Inhalt handhabe.
Kanalbetreibern möchte ich raten, ihre Zuschauer nicht im dunkeln zu lassen, wenn sie Produkte vorstellen und dafür finanzielle Kompensation erhalten. Eure Zuschauer vertrauen euch, werft dieses Vertrauen nicht in den Dreck.

Mittwoch, 3. September 2014

Die letzten zwei Wochen


[Anmerkung: Dieser Text ist relativ spontan entstanden, doch habe ich beschlossen ihn so zu belassen, da ich ansonsten vermutlich das ganze Teil wieder einstampfen würde. Einige Argumente sind vielleicht nicht vollständig ausformuliert. Sollte ich mich irgendwo unklar ausgedrückt haben, sagt bescheid.
Wer meint mich mit diversen Links zu irgendwelchen Videos, oder komischen, mit Pfeilen versehen Bildern beglücken zu wollen, mag bitte gehen. Um dieses Thema geht es mir nicht und ich habe kein Interesse daran es zu diskutieren.]


Die letzten zwei Wochen waren sehr unangenehm für mich, aus vielen Gründen. Zum einen war ich von der erneuten Welle des Hasses der über diverse, hauptsächliche weibliche Persönlichkeiten innerhalb der Computerspielszene einbrach schockiert. Gleichzeitig war ich jedoch auch von einigen Gegenreaktionen abgestoßen, was es mir schwer machte mich aktive mit diesen Personen zu assoziieren. Ich will kurz ausführen, warum mir diese Geschichte am Herzen liegt, warum es mir persönlich wichtig ist ein Umfeld zu erschaffen in dem Menschen keine Angst vor ihren Ideen und ihrer eigenen Identität haben sollen und warum ich gleichzeitig Probleme damit habe, aktiv gegen Leute vorzugehen, die diese Dinge bedrohen.

Montag, 14. Juli 2014

YouTube - Verhaltensregeln

Im Lichte jüngerer Berichte über YouTuber, die Geld nehmen um bestimmte Spiele vorzustellen, habe ich mich dazu entschlossen mir öffentlich einen Verhaltenskodex zu geben.
YouTube ist keine Homogene Masse und "YouTuber" ist keine adäquate, einheitliche Beschreibung für irgendwas. Zudem gibt es keine zentrale Kontrollinstanz auf YouTube, die Nutzer dazu verpflichtet, sich an bestimmte ethische Standards zu halten (Die Einhaltung dummer Copyright-Regeln scheint Google wichtiger zu sein). Ob eine Person auf YouTube als "Ehrenhaft" wahrgenommen wird oder nicht, hängt davon ab, wie sehr die Zuschauer dieser Person vertrauen.

Ich bin der Meinung, dass jede Person, die Gaming Content auf YouTube produziert und zumindest manchmal so etwas wie "journalistisch" angehauchte Inhalte anbietet, sich auch einen solchen Verhaltenskatalog zulegen sollte. Nicht weil ihr es müsst, nicht weil es gesetzlich vorgeschrieben ist, sondern weil ihr eine Verantwortung gegenüber euren Zuschauern habt.

Kommen wir nun zu meinen Regeln:

0. Meine Verantwortung als Produzent von Inhalten gilt zuvorderst meinen Zuschauern und nicht den Entwicklern deren Spiele ich präsentiere.

1. Ich werde niemals finanzielle Kompensation von Entwicklern für Videos verlangen und akzeptieren. Dies beinhaltet sowohl direkte Bezahlung, als auch Dinge wie z.B. Sponsoring.

2. Ich werde Entwickler um Reviewkopien ersuchen und diese auch akzeptieren. Unter der Bedingung, dass ich frei bin, meine eigene Meinung zu sagen. Bedingungen, die in irgendeiner Form meine Freiheit mich auszudrücken einschränken, werden nicht akzeptiert.

3. Ich werde stets nach besten Wissen und Gewissen die dargestellten Sachverhalte präsentieren und eventuelle Fehldarstellungen korrigieren.
                                                                                                                              
Mir ist klar, dass einige der Punkte vielleicht etwas wage formuliert sind. Doch möchte ich das Ding nicht zu einem riesigen Gebilde mit zahlreichen Ausnahmen und Erläuterungen machen.
Wie gesagt: Diese YouTube-Sache setzt Vertrauen voraus. Ich kann mir noch so viele Regeln geben, es gibt niemanden der kontrolliert, ob ich mich wirklich daran halte. Sollte jemals der Eindruck entstehen, dass ich gegen eine, oder mehrere dieser Regeln verstoßen hätte, bitte ich darum, mich umgehend darüber zu informieren.
Wenn es keine Kontrollinstanz gibt, müssen meine Zuschauer dies für mich übernehmen und ich bin bereit mich an diesen Regeln messen zu lassen.


P.S.: Sagt mir bitte, was ihr von den Regeln haltet und was man vielleicht noch erwähnen sollte.

Dienstag, 8. Juli 2014

Eine Geschichte, zwei Tonarten

Ich schreibe in meiner Freizeit ziemlich viel. Am besten kann man die Texte wohl als Kurzgeschichten beschreiben, allerdings sind einige von ihnen wirklich sehr kurz. Ich mache das bereits seit geraumer Zeit, allerdings war das zunächst für mich selbst gedacht um einen Ausgleich zu meiner Magisterarbeit zu finden. Irgendwann habe ich jedoch festgestellt, dass mir das schreiben Spaß macht und das man manchmal sehr faszinierende Dinge über sich selbst lernen kann. Ich habe nun in den letzten zwei Monaten mehr versucht "ernsthaft" zu schreiben, mich also mehr darauf zu konzentrieren, längere in sich geschlossene Geschichten zu verfassen.
Ich möchte nicht alle Geschichten hier teilen, da ich vor habe die besseren Projekte in irgendeiner Form zusammenzufassen und zu veröffentlichen. Aber nicht jeder Text passt in das rein, was mir vorschwebt und da diese Texte ansonsten nur vor sich hingammeln würden, dachte ich mir, dass ich so genauso gut auch hier reinstellen könnte.

Der Text heute ist recht speziell, weil mir an ihm etwas aufgefallen ist. Ich habe ihn irgendwann im letzten Jahr, direkt nach dem Aufstehen geschrieben:

Freitag, 7. Februar 2014

Ankündigung: Der "Einsiedlerjam"


Ich hasse Fastnacht. Kein "Feiertag" verkörpert das, was ich am Leben verachte mehr, als diese paar Tage aus quasi staatlich verordneter Lebenslust.
Nun lebe ich in Mainz. Nicht nur das, ich lebe in der Mainzer Innenstadt. Diese Tatsache führt dazu, dass ich von Altweiberfastnacht bis quasi Aschermittwoch in eine Art von selbstgewählten Einsiedlertum verbringe (also noch mehr als sonst). Ich lasse den Rollo runter, verschließe meine Zimmertür (meine Abneigung für diesen Tag wird leider nicht von den anderen Bewohnern dieser Wohnung geteilt) und versuche meine Aufenthalte außerhalb meines Refugiums so kurz wie möglich zu gestalten.
 
Dieses Jahr wird nicht anders. Nur habe ich mich dazu entschlossen, dieses Mal etwas Produktives zu veranstalten. Beginnend von Donnerstag, dem 27. Februar bis Mittwoch dem 5. März (was meines Erachtens die wirklich schlimme Zeit abdeckt) werde ich meinen eigenen, privaten "Gamejam" veranstalten.
Ich habe im letzten Jahr mal ein Spiel in Unity gemacht. Es war verwirrend und hat nicht so ganz funktioniert, wie es gedacht habe. Ehrlich gesagt, war es aber auch egal, denn das machen des Spiels selbst hat unfassbar viel Spaß gemacht.
 
Für die Geschichte an Fastnacht werde ich Gamemaker verwenden. Hauptsächlich, weil ich denke, dass es etwas besser für diese Form von Veranstaltung geeignet ist. Zumindest, wenn man ansonsten gar keine Ahnung von Programmieren oder Spieldesign hat. Außerdem wollte ich mal lernen, wie man mit Gamemaker umgeht und ich dachte mir einen festen Stichtag zu haben hilft mir dabei, mich mal endlich mit dem Ding auseinanderzusetzen.
Ich habe keine Ahnung wie das ausgehen wird, aber ich denke die Hälfte des Spaßes an einer solchen Aktion ist nicht zu wissen wie sie ausgeht.
Zu allem Überfluss werde ich den ganzen Spaß vermutlich streamen. Die Qualität wird aufgrund meiner miserablen Internetverbindung eher schlecht sein, aber das ist mir erstmal egal.
 
Warum ich das hier ankündige? Ich weiß nicht genau. Vielleicht um mich mal etwas unter Druck zu setzen. Ich wollte eigentlich schon seit geraumer Zeit mich mit Gamemaker auseinandersetzen, habe es bislang aber schlicht und ergreifend nicht getan.
Vielleicht hat außerdem noch jemand anders Lust an dieser Aktion mitzumachen. Spiele machen ist toll und ich denke es ist nie zu spät mit etwas anzufangen, was man schon immer mal machen wollte.
Es gibt zahlreiche frei verfügbare Engines und einige von ihnen sind speziell dazu gedacht, Menschen die nicht Programmieren können, in die Lage zu versetzen, ein Spiel machen zu können.
Wenn ihr also Fastnacht hasst, oder einfach nichts besseres zu tun habt, schnappt euch ein solches Programm (eine Liste findet ihr hier) und macht einfach mit.

Freitag, 1. November 2013

[BITTE UM FEEDBACK] Eine Idee für ein neues Format

 
 
(So, benutzen wir diesen ‘Blog’ mal wieder für etwas praktisches).


Ich möchte mal etwas versuchen. Vor ein paar Wochen ist mir der Gedanke gekommen, sowas wie einen Computerspiel ‘Buchclub’ zu machen. Jetzt weiß ich nicht wirklich was ein Buchclub ist, also habe ich ein wenig rumüberlegt und bin am Ende bei folgenden Format gelandet.



Jeden Monat gebe ich ein Spiel vor.



Gegen Ende des Monats wird es eine ‘Sendung’ zu diesem Spiel geben.


Diese ‘Sendung’ werde ich (hoffentlich) nicht alleine machen.


Jeden Monat können sich Menschen bei mir melden, die meinen etwas interessantes über das betroffene Spiel beitragen zu können.


Wer sich meldet ist egal, so lange folgende Parameter erfüllt werden:


1. Ein halbwegs ordentliches Mikrofon muss vorhanden sein.


2. Das Spiel sollte mehr oder weniger vollständig gespielt worden sein


3. Ihr seid nicht auf den Mund gefallen und habt halbwegs Spaß an Diskussionen


4. Ihr versteht, dass die Sache ein bisschen Vorbereitung und Zeit von euer Seite erfordert.


Der Grund für diese Parameter ist simpel: Ich habe vor den ganzen Spaß auf Youtube hochzuladen und da wäre es ganz gut, wenn die Sache möglichen Zuschauern irgendeine Form von Mehrwert bringt.



Ziel des ganzen soll es sein, interessante Diskussionen zu haben und sich einfach mit anderen Leuten über ein bestimmtes Spiel auszutauschen und hoffentlich sich auch ein wenig über sie zu streiten.
Ich habe überlegt, das ganze quasi auf ‘Einladungsbasis’ zu machen, mich aber letzten Endes erstmal  dagegen entschieden, weil ich:


1. Nicht wirklich viele Menschen kenne, die ich fragen könnte/möchte


2. Das ganze etwas zu elitistisch für meinen Geschmack ist.


3. Kann es lustig sein, per Zufallsgenerator Menschen zusammenzuwürfeln.




Weshalb ich mich jetzt für folgende Idee entschieden habe.


Wenn ihr denkt, ihr erfüllt die obigen Bedingungen (und bitte seid ehrlich zu euch selbst, im Zweifel kegel’ ich euch nämlich aus der Sendung), dann könnt ihr euch bei mir melden.


Ich werde alle Namen sammeln und am Ende maximal drei Personen auslosen die eingeladen werden.


Vorrausgesetzt alle Menschen haben Zeit, wird irgendwann gegen Ende des Monats das Gespräch aufgenommen. Vermutlich werde ich eineinhalb Stunden Gameplay aufnehmen, so quasi als Diskussionsgrundlage.



So ist zumindest jetzt die grobe Idee, kommen wir nun zu den eher unklaren Dingen bei denen ich mich über Hilfe/Kommentare freuen würde.:



Kommunikationsmittel:


Ich habe mir überlegt Skype zu nehmen, was vermutlich auch funktionieren dürfte. Wenn jemand allerdings eine bessere Idee hat, bitte melden.


Livestrean?


Mir ging durch den Kopf, das ganze als Livestream zu machen und sowas wie eine ‘Call in’ Sendung zu machen, Problem an der Idee ist jedoch, dass meine Upload geschwindigkeit bei mir Zuhause unfassbar langsam ist und ich nicht glaube, dass ein Livestream deshalb technisch möglich ist. Ich will die Möglichkeit aber noch nicht vollkommen ausschließen, weshalb ich das hier mal erwähne, vielleicht hat ja da jemand eine Idee.



Wo wir bei meinem Internet sind:


Ich müsste in jedem Falle testen, ob meine Holzverbindung diese Form von Format überhaupt zulässt.



Sagt mir bitte, was ihr über die Idee denkt und wenn ihr Verbesserungsvorschläge habt, bitte sagt bescheid.



Da ich jedoch gelernt habe, dass solche Projekte nie etwas werden, wenn man nur vage ins nichts redet, werde ich jetzt hier die ersten Sendung, inklusive Spiel ankündigen.



Termin: Samstag, 30. November 2013


Spiel: DARK SOULS The Stanley Parable



Wer Interesse hat, mit mir eine bis eineinhalb Stunden über Dark Souls zu sprechen, dann schickt mir eine Email an mokkograd[at]gmail.com. Mir ist egal, wer ihr seid und was ihr macht, so lange ihr die obigen Bedingungen erfüllt.


Ich werde die Tage nochmal ein Video machen, indem ich den ganzen Kram ankündige, aber ich dachte ich schmeiß die Sache hier schon einmal in den Raum.